Zweieinhalb Wochen an zwei Ozeanen

oder: von der falschen Bucht bis zu den richtig alten Malereien

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Prolog

Das letzte Jahr vor dem Schulbeginn ist faktisch die letzte Chance nochmal außerhalb der diktatorischen Urlaubsplanung der Kultusminister preiswert und zur deutschen Nebensaison zu verreisen. Ende Oktober / Anfang November ist noch die Hauptsaison der Wale in Südafrika und diese und mit Glück auch andere Meeresbewohner wollten wir uns ansehen.

Um den Urlaub noch mit mehr Abwechslung und für uns Neues zu versehen, planten wir eine Route entlang der südlichen Küste, einen Abstecher ins Landesinnere, um Felsmalereien zu entdecken, eine Fahrt an der westlichen Küste und zu guter Letzt einen längeren Aufenthalt in der Weinregion; quasi als Absacker.

Nach guten Erfahrungen mit der Condor flogen wir abermals mit der Fluglinie. Zu dem Zeitpunkt war es auch die einzige Direktverbindung von Frankfurt nach Kapstadt ohne Umsteigen. Für den Hinflug hatten wir Economy gebucht, der Rückflug war Premium Eco.

Hout Bay

Der Flug war pünktlich, die Ankunft im bewölkten Kapstadt war unkompliziert und schnell. Nur 45 Minuten nach dem Aufsetzen auf der Landebahn saßen wir schon in unserem japanischen Unterklassewagen und fuhren nach Hout Bay. Unser Sohn schlief ein, so dass Sandra mit ihm auf dem Supermarktplatz im Auto wartete während Andreas den ersten Einkauf tätigte.

Die Tarragon Lodge lag oben am Hang und bot neben einem schönen Ausblick auch einen sehr gut angelegten Garten mit Koi-Teich und sehr geräumige Zimmer. Der Flug steckte uns allen noch in den Knochen und wir verpassten den Moment um uns noch mal aufzuraffen etwas zu unternehmen und verdösten so den Tag in der sehr angenehmen Lodge. Das kann man im Urlaub auch schon mal machen.

Zum Abendessen zog es uns zur Marinas Wharf. Wir entdeckten noch Robben in der Bucht bei einem kleinen Spaziergang entlang verrostender Schiffe bevor wir Essen gingen. Leider war es zu ungemütlich um im Freien zu speisen, so genossen wir unseren Fisch im Restaurant und gingen danach auch früh ins Bett.