Acht Wochen Zeit für Eltern und Kind

oder: Falsche Vorurteile ignoriert in Südafrika

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Zu Viert

In Kapstadt eröffneten wir die Biergartensaison im Paulaner Bräuhaus, besuchten das Aquarium, die Waterfront und hatten herrliches warmes und windstilles Wetter auf dem Tafelberg.

Die Weingüter, die wir besuchten, stellten sich als ideale Ziele für Reisen mit Kindern heraus. In Vergelegen konnte Til auf dem herrlichen Rasen krabbeln, in Buitenverwachting machten wir auf der Rasenfläche ein schönes Picknick, in ConstantiaUitsig gab es herrlichen Kuchen im Gartenrestaurant und an einem etwas regnerischen Tag hatten wir eine herrliche Zeit in dem Verkostungsraum von Cape Point Wines. Til war immer gern gesehen und wurde von den Angestellten immer wieder geknuddelt und bespaßt. Die Krönung erlebten wir allerdings im Weingut Kleine Zalze. In dem sehr gehobenen Restaurant Terroir wurde uns die südafrikanische Kinderfreundlichkeit eindrucksvoll vorgelebt. Zunächst kamen wir eine Stunde zu spät - kein Problem. Wie in jedem Restaurant erhielten wir einen Hochstuhl für unseren kleinen Mann. Dann kam die Vorspeise. Und Til wurde uns entrissen. Die Bedienung schnappte ihn sich und trug ihn durch das Restaurant in die Küche, wo er den Köchen vorgestellt wurde, zur Bar, wo der Barmann Späßchen mit ihm machte und er wurde von Kellnerin zu Kellnerin weitergereicht, bis wir in Ruhe unseren Gang gegessen und genossen hatten. Das Ganze wiederholte sich zur Hauptspeise nochmal. Das war für uns wirklich eine Überraschung. Angesprochen auf die nette Art, erklärten uns die Südafrikaner: "Ihr in Deutschland lasst Eure Kinder zu Hause bei Babysittern, wenn Ihr mal fein Essen gehen wollt. Wir in Südafrika bringen sie mit. Wir nehmen sie überall mit hin."


Natürlich waren wir auch am Kap der Guten Hoffnung, bei den Pinguinen in Simons Town, in Hout Bay, Wandern im National Park und viel am Strand. Fast jeden Abend war der Sonnenuntergang kitschiger als der vom Vorabend. Bereut haben wir nur den Besuch in World of Birds in Hout Bay. ein kleiner privater Vogelpark, der so gar nicht einladend gestaltet ist.Die Vögel, die dort gehalten wurden, machten auch keinen glücklichen Eindruck.

Die ersten zwei Wochen waren schnell rum und schon standen wir wieder am Flughafen, um Paul zu verabschieden. Wir hatten noch sechs Wochen vor uns. Ein tolles Gefühl!