Zwei Wochen mit dem Zelt im Busch und zwei Wochen auf alten und neuen Pfaden

oder: Von falschen Orten und richtigen Zeitpunkten im südlichen Afrika

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Prolog

Das Bonussystem der Airlines hat den Vorteil, dass nach einer Menge geflogener Meilen ein kostenloser Flug herausspringt, abgesehen von den Steuern und Gebühren. Es hat aber den Nachteil, dass Flüge, die interessant wären, auch sehr früh gebucht werden müssen, da die Anzahl dieser so genannten Award-Flüge begrenzt ist. Ich hatte nun genug Meilen für einen Afrikaflug beisammen und buchte zwei Flüge nach Johannesburg und zurück von Kapstadt, etwa neun Monate im Voraus. Jetzt musste in die vier Wochen dazwischen nur noch ein Urlaub geplant werden.

Sandra und ich wollten Safari, schöne B&Bs und Lodges, gute Küche und Weingüter kombinieren. Herausgekommen ist eine zweiwöchige Safari durch Botswana bis zu den Victoria Fällen, eine Reise von East London nach Kapstadt mit einer geführten Wanderung im Tsitsikamma National Park und vier Tage ohne Plan in Kapstadt.

Pretoria

Bevor es in den Busch ging, hatten wir noch Zeit für zwei Nächte in einer Logde in Pretoria. Wir hatten die Safari erst nach der Flugbuchung gesucht und eine gefunden, die zwei Tage nach Landung starten sollte.

Die Kranich-Airline brachte uns mit einem alten amerikanischen Riesenvogel nach Johannesburg und ein koreanischer Kleinwagen nach Pretoria in die Fashoda Lodge. Sie lag in einem sehr noblen Vorort der südafrikanischen Hauptstadt. Vorbei an etlichen Villen und riesigen Anwesen fuhren wir zu unserer Unterkunft. Die Lodge machte ebenfalls einen luxuriösen und großzügigen Eindruck. Unser Zimmer war sehr groß, hatte eine eigene Terrasse mit Whirlpool. Ein großer Pool und viel Grün rundeten das tolle Gesamtbild ab. Eine schöne Oase zum Entspannen und zur Akklimatisierung. Dazu kam, dass wir fast die einzigen Gäste waren. Das waren ideale Voraussetzungen nach einem Langstreckenflug. Wir ruhten uns zunächst einmal aus. Dann fuhren wir noch in ein nahe gelegenes Einkaufszentrum um uns mit Geld und Kleinigkeiten zu versorgen und einen Kaffee zu trinken. Vor dem Abendessen spielten wir eine Partie Scrabble auf unserer Terrasse. Da wir auch bei Essen die einzigen im Lodgerestaurant waren, galt uns die komplette Aufmerksamkeit der Kellnerin.